MANIFEST

INSPIRATIONEN UND REFERENZEN

PROJEKT
KRÖÖT JURAK & ALEX BAILEY
PERFORMANCES FOR PETS

Das Projekt «Performances for Pets» ist eine grosse Inspiration für die gesamte Entstehung dieses Textkomplexes. Mit der radikalen Entscheidung des Duos Jurak/Bailey, Performances für Haustiere zu machen und dafür die Theaterbühne gegen die Wohnzimmer (die Habitate der nichtmenschlichen Zuschauer*innen) einzutauschen, tun sie genau das, auf was ich mit meinen Gedanken immer wieder stosse: Um mit Nichtmenschlichen zu kooperieren, müssen wir unsere Strukturen überdenken – und vor allem verändern.
Performances for Pets hinterfragt nicht nur auf struktureller Ebene, wie wir andere Zugänglichkeiten schaffen, sondern öffnen auch unseren Begriff von Ästhetik. In ihrem Projekt werden Haustiere zu Rezipient*innen und wandern so automatisch in den Bereich derjenigen, denen wir ästhetischen Sinn zurechnen. Somit unterwandert Performances for Pets die dualistische westliche Denktradition von Natur versus Kultur, bei welcher Kultur und Kunstschaffen zur Domäne des Menschlichen gerechnet werden. Dass wir dagegen in einer natureculture leben und wie wir unsere kulturellen Strukturen und Denkgewohnheiten an die natureculture anpassen können, zeigen Jurak/Bailey auf eine, wie ich finde, poetische Weise.

http://www.performancesforpets.net/

PROJEKT
SHANJU LAB
Un laboratoire de recherche théâtrale sur la présence animale

Foto Erwan Balanant

Véritable pôle de création artistique et de connaissances sur la relation humain-animal, ShanjuLab voit le jour en 2017. Une idée qui est née avec le déménagement de l’Ecole-Atelier Shanju et de la compagnie du même nom à Gimel : dans ce nouveau lieu, humains et animaux cohabitent.

Le travail de ShanjuLab comprend le contact direct avec les animaux, des recherches scéniques et esthétiques, mais aussi un dialogue continu avec le monde scientifique à travers des lectures, des rencontres et diverses collaborations axées sur l’éthique animale et l’éthologie. L’approche de ShanjuLab n’est ni un travail d’apprentissage au sens strict, ni du dressage. Le côtoiement de l’animal est une expérience d’humilité, de découvertes réciproques, de dialogues, de jeux. La relation se nourrit et se construit de jour en jour, en découvrant un langage commun dans lequel l’animal comme l’humain peuvent proposer, exprimer, et ainsi donner à voir leur individualité.

PROJEKT
DAS PARLAMENT DER DINGE, TIERE, PFLANZEN UND ALGORITHENTheater als Taubenschlag

Zwölf Tauben, Seraina Dür und Jonas Gillmann wohnen und arbeiten seit 2019 zusammen an verschiedenen Orte, u.a. am Neumarkt Zürich, Helmhaus Zürich und Theater Basel. Gemeinsam üben sie Erzählungen für ein zukünftiges, weniger menschenbezogenes Miteinander. Durch eine Flugklappe fliegen die Tauben raus in die Stadt und bringen manchmal ihre Stadtfreundschaften mit. Gemeinsam schaffen sie performative Settings, die von nicht-menschlichen und menschlichen Akteur*innen gestaltet und bespielt werden. Als arten-übergreifende Theatercompagnie verstehen sie uns als verstrickt mit der beschädigten Umwelt, in der wir leben. Was sie erzählen, setzt sich über herkömmliche Vorstellungen einer Grenze Natur-Kultur hinweg. 

https://www.theaterneumarkt.ch/2021/02/21/parlament/


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